Tee aufs Brot…Apfel-Minz-Gelee

22. November 2015 Food

Eigentlich ist die Marmeladenkochzeit ja vorbei, aber im letzten Jahr auf dem Weihnachtsmarkt hatte ich einen Stand entdeckt, der ganz viele verschiedene Marmeladen anbot. Da waren auch echt exotische Dinge dabei wie Weizenbiermarmelade (das muss man auch erst mal draufkommen), die aber erstaunlich gut schmeckte. Zum Ideen holen war der also Stand einfach wie gemacht, denn „normale“ Marmeladen kochen kann ja jeder. 😉 So wanderten damals Erdbeer-Balsamico und Apfel-Minze auf meinen Merkzettel.

Erdbeere-Balsamico habe ich schon – allerdings nicht in Marmeladenform – als Chutney (hier) ausprobiert. Jetzt ist mir nach fast einem Jahr der Zettel wieder in die HĂ€nde gefallen und bevor der nĂ€chste Weihnachtsmarkt hier in zwei Wochen ansteht, musste ich noch schnell meine Version von Apfel-Minze ausprobieren.

Dabei trifft es sich gut, dass mein Papa flaschenweise (im Dampfentsafter) selbstgemachten Apfelsaft im Keller hat. Wer nicht so eine tolle Quelle hat, kann aber genauso gut den Saft aus dem Supermarkt nehmen. Dann wĂŒrde ich einen Direktsaft verwenden.

Minze wĂ€chst in unterschiedlichen Sorten an unterschiedlichen Stellen in unserem Garten, da ich alle Töpfchen, die ich irgendwann mal fĂŒr Mojito oder Hugo gekauft hatte 😉 , einfach im Garten ausgepflanzt habe. Dank des milden Novembers waren hier auch noch ausreichend StĂ€ngel vorhanden.

Gelee – also nur aus FlĂŒssigkeit – zu kochen, unterscheidet sich nicht maßgeblich vom Marmeladekochen. Allerdings muss man hier wirklich exakt auf die Mengenangaben achten, da er sonst zu flĂŒssig bleibt.

ZunĂ€chst habe ich aus den MinzeblĂ€ttern einen starken Tee gekocht (mit etwas Wasser aufkochen und mindestens 15 Minuten ziehen lassen).  Hiervon habe ich meinen Liter Apfelsaft auf 1250 ml ergĂ€nzt (das ist die FlĂŒssigkeitsmenge, die mein 3:1 Gelierzucker schafft).

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In der Zwischenzeit, die GlĂ€ser einmal durchspĂŒlen und bereitstellen.

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Ein paar MinzeblĂ€ttchen habe ich noch kleingehackt und aufgehoben. Die habe ich schließlich mit dem Gelierzucker zur FlĂŒssigkeit gegeben. Nun nach Packungsangabe sprudelnd kochen lassen. Nehmt lieber einen etwas grĂ¶ĂŸeren Topf, da es doch ordentlich schĂ€umt. Mein Gelee wĂ€re fast ĂŒbergekocht. 🙁

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Wenn die Masse lange genug gekocht hat, mĂŒsst Ihr sie nur noch in die GlĂ€schen abfĂŒllen. Wie immer gibt es bei mir etwas „Rum-Desinfektion“ fĂŒr die Deckel. Damit sich die MinzeblĂ€ttchen in der Marmelade gleichmĂ€ĂŸig verteilen, muss man sie beim AbkĂŒhlen immer mal umdrehen, ansonsten schwimmen sie nur an der OberflĂ€che.

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Wer mag, kann nun noch schöne Etiketten ausdrucken (ich erstelle meine Standardetiketten hier) und schon ist der Gelee fertig…zum Selberessen oder als schönes Geschenk aus der KĂŒche – dann natĂŒrlich mit noch etwas mehr Verzierung. 😉

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Falls Ihr Euch fragt, warum der Gelee aus dem November 2011 ist…gut aufgepasst…kommt davon, wenn man Vorlagen nur halbherzig ĂŒberschreibt…natĂŒrlich blieb der Fehler unentdeckt, bis alles beklebt, fotografiert und gebloggt war. Bleibt jetzt einfach so! 😉

Rahmendaten:
1 Liter Apfelsaft

1 Handvoll frische Minze

1 Paket Gelierzucker 3:1

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