Zum Glück nicht den Faden verloren: String-Art

String Art-Bilder sind ja nichts Neues. Auf den einschlägigen Kreativportalen sieht man sie recht häufig, wie hier oder hier. Ich finde das recht hübsch und habe versucht, meinem Bild etwas eigenen Stil zu verpassen.

Erst einmal habe ich als Rückwand eine schöne Holzplatte genommen und sie geölt, um die Maserung zur Geltung zu bringen. Hier reicht auch ein Anstrich, da das Holz ja nur schön sein soll, aber nicht besonders widerstandsfähig sein muss.

Ich hatte mir zwischenzeitlich ein Motiv ausgesucht. Da das Bild über meiner Yoga-Matte seinen Platz finden sollte, habe ich das “Om” als Vektorgrafik gesucht und auf die entsprechende Größe gebracht. Natürlich gehen nicht nur Schriftzüge sonder auch andere Motive. Den Ausdruck habe ich auf dem Brett zentriert und leicht festgeklebt. Sobald die ersten Nägel drin sind, bewegt sich das Papier sowieso nicht mehr. 😉 

Mit den Nägeln kommt der erste Teil meiner eigenen Note in das Bild. Ich hatte bislang immer nur Beispiele gesehen, bei denen die Nägel recht unauffällig waren. Ich wollte aber eine Hingucker und habe mich für Nägel mit glänzenden Messingköpfen entschieden.

Die Nägel habe ich entlang der äußeren Linien des Motivs in gleichmäßigen Abständen eingehauen. Für mein Bild habe ich fast 200 Nägel gebraucht. Die Nachbarn haben sich sicher gefragt, was da bei uns so los ist… 

Zum Schluss kann man das Papier einfach wegreißen.

  
Wenn noch einzelne Papierfetzen unter den Nägeln hängen, muss man etwas mit der Pinzette nacharbeiten, allerdings muss man dabei nicht so genau sein, da man das nicht mehr sieht, wenn die Fäden gespannt sind.

 
Beim Fädeln habe ich mich einfach von meinen Augen leiten lassen. Was nicht gut aussah, wurde einfach wieder zurückgewickelt und neu gespannt. Ich habe versucht, ein möglichst gleichmäßig ungleichmäßiges 😉 Fadenmuster zu erreichen. Auch fand ich es schöner, die Kontur mit dem Faden nachzuziehen anstatt sie offen zu lassen.  Das kann aber jeder selbst ausprobieren und das ist sicher von Motiv zu Motiv auch unterschiedlich. 

Entgegen der meisten Anleitungen, die ich gesehen hatte, habe ich kein dünnes Garn verwendet sondern feine Bastschnur. Ich wollte damit den natürliche Look des Holsbretts unterstützen. 

Wie ich finde, gelungen. 🙂 

Um das Bild aufzuhängen habe ich einfach auf der Rückseite zwei Löcher gebohrt, in denen die Nägel ihren Halt finden.  Damit ich nicht durch das Brett bohre, habe ich mir am Bochrer eine Markierung mit Klebeband gemacht, um frühzeitig stoppen zu können.

 
Nun nur noch die Nägel in die Wand schlagen, zweit Schritte zurücktreten und zufrieden das Werk bewundern. Auch von meiner Yogamatte aus ist es gut zu sehen. 😉

Macht sich doch wirklich gut mit meiner Relax-Lampe, oder? 

  

Rahmendaten:

Holzbrett (ca. 30 x 50 cm, meines war aus stabverleimter Buche)

200 Nägel

Garn (ich hatte eine 25m Rolle, die dicke gereicht hat…je dünner das Garn, desto mehr braucht man)

Vorlage 

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