Nähgewichte zum Anbeißen

28. Juni 2020 Crafts, Sewing

Wer von den Nähbegeisterten kennt das nicht: Der Stoff, auf den das Schnittmuster schon sehnsüchtig wartet, ist endlich da. Am liebsten möchte mal gleich loslegen und schnell erste Ergebnisse sehen. Also schnell mal das Schnittmuster auf den Stoff gelegt, rundherum ausgeschnitten und….Mist! Das Schnittmuster ist verrutscht. 🙁

Ich bin nicht unbedingt für meine Geduld bekannt und wenn mir etwas zu lange dauert, kann mir das manchmal echt die Laune verderben. Dementsprechend ist es mir immer ein Graus, die Schnittmuster vor dem Zuschneiden erst mal sorgfältig mit Stecknadeln festzustecken, danach die Stecknadeln wieder zu entfernen und beim nächsten Zuschnittteil weiterzumachen…

Nähgewichte standen also auf dem Wunschzettel, die das Schnittmuster beim Zuschnitt beschweren und es vor dem Verrutschen schützen. Genau, je mehr man näht, desto mehr praktische Helferlein müssen einziehen 😉

Natürlich kann man Nähgewichte einfach kaufen…langweilig. Man kann auch einfach Steine nehmen…jaaaa, auch nicht so spannend. Oder man kann große und schwere Unterlegscheiben aus dem Baumarkt umhäkeln…Häkeln ist eine der wenigen Handarbeiten, die ich nicht wirklich mag. Es gibt zahlreiche Anleitungen für selbstgenähte und mit Reis oder Ähnlichem gefüllte Säckchen…schon nicht zu schlecht.

Aber dann habe ich die süßeste Idee für Nähgewichte entdeckt: Nähgewichte-Donuts…zum Anbeißen 😉

Ich habe das Rad hier nicht neu erfunden. Ich habe mich an den folgenden beiden Anleitungen – einmal in Textform, einmal per Video orientiert.

Die Deko habe ich aber direkt mit drauf modelliert und nicht gesondert gebacken. Zum Lackieren habe ich die Donuts auf einen Stab gefädelt und diesen in eine alte Versandkiste als Spritzkabine gehängt. So konnte ich sie leicht und ohne Auflagestellen von allen Seiten erreichen. Zwei Schichten Sprühlack lassen sie schön glänzen.

Mit einer M18-Mutter aus dem Baumarkt und etwa 45g Fimo für die Grundform plus Fimo für die Deko haben die Donuts jetzt knapp 100 g pro Stück. Das gibt genug Bodenhaftung und funktioniert auch bei flutschigen Stoffen gut.

Und mit schönem Werkzeug arbeitet es sich doch gleich doppelt so gut!

Was ich hier aus dem schönen Ethnostoff zugeschnitten habe, zeige ich Euch demnächst. Also…vielleicht besucht Ihr mich noch einmal hier auf dem Blog…oder bei Instagram 😉

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