An die Leine gelegt: Kameraschlaufe aus Paracord

Meine bessere Hälfte schimpft immer mit mir, wenn ich meine – oder noch schlimmer seine – Kamera einfach so in der Hand halte, ohne sie um den Hals oder das Handgelenk gesichert zu haben. Ich mag es nicht, die Kamera um den Hals baumeln zu haben und habe dann deshalb immer den Umhängegurt um die Hand gewickelt, was aber auch nicht so richtig toll ist. Toll ist aber meine neue Kamera und schick sieht sie noch dazu aus, so dass ich mir hier eine Anleitung für eine Handschlaufe aus Paracord gesucht und etwas gepimpt habe.

Nachdem man sich das Material zurechtgelegt hat, schneidet man zunächst ein passendes Stück Paracord ab (die Anleitung spricht von 4 Metern, aber bei mir hätten 3 Meter auch gereicht). Wenn man es dann geschafft hat, das Paracordbündel wieder zu entwirren (dieser Schritt entfällt, wenn Ihr nicht so schusselig seid wie ich und nicht aus Versehen alles abwickelt 😉 ), kann es auch schon losgehen.

 

Man nimmt nun das Paracord doppelt und fädelt es durch einen Teil des Klick-Verschlusses, die beiden Enden führt man durch die entstandene Schlaufe und zieht zu. Wenn alles gut gegangen ist, ist die Schnalle nun am Ende der Schnüre befestigt.

 

Haltet nun die Schnalle in der Hand und wickelt eine Schlaufe ums Handgelenk. Lasst sie so locker, dass Ihr die Hand leicht wieder rausziehen könnt. Diese Schlaufe bildet das „Gerüst“ für die fertige Handschlaufe. Fixiert das Ende mit einem Stück Klebeband auf dem Tisch und passt auf, dass sich die Schlaufe nicht verändert. Der nächste Schritt ist schon das Knüpfen.

 

Es gibt für dieses einfache Muster zwei verschiedene Knoten, die sich abwechseln. Man beginnt immer mit der rechten Kordel. Schaut Euch die Knoten auf den Fotos an. Vielleicht reicht Euch das ja schon, ansonsten schaut noch mal in die Anleitung, die ich oben verlinkt habe, da gibt es zur Not noch ein Video. Während des Knotens muss nach etwa der Hälfte die Klebeposition verschoben werden, um weiter zu knüpfen. 

Wenn die gewünschte Länge erreicht ist, schneidet die Enden kurz ab, verschmelzt sie mit einem Feuerzeug und drückt sie mit dem unteren Ende des Feuerzeugs fest. Auf meinem Bild könnt Ihr das weiße Innenleben des Paracord erkennen. Das müsste sich vermeiden lassen, wenn Ihr vor dem Verschmelzen die farbigen Hüllfäden etwas vorzieht.

 

In der Originalanleitung wird der zweite Teil des Klick-Verschlusses mit einem dünnen Nylofaden versehen, der durch die Öse an der Kamera geführt werden kann. Abgesehen davon, dass ich keinen passenden Faden zur Hand hatte, wollte ich mich hier auch nicht auf Knotentechnik und verschmolzene Enden verlassen…das war mir etwas heikel. 🙂

Ich habe dann auf einen guten alten Schlüsselring zurückgegriffen, der nun sicher (und für meinen Geschmack auch hübscher) die Schließe mit der Kamera verbindet.

Die nächste Fotosession kann kommen! 

Rahmendaten:

Paracord (mindestens 3 Meter)

Klick-Verschluss

Schlüsselring

Klebeband

Feuerzeug 

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